Kurztitel
Sicherung der Unterseekabel - Strafgesetzliche Bestimmungen
Kundmachungsorgan
RGBl. Nr. 41/1888 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 422/1974RGBl. Nr. 41 aus 1888, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Nr. 422 aus 1974,
§/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/Anlage
Art. 1 § 1Artikel eins, Paragraph eins
Index
24/03 Sonstiges Strafrecht
Anmerkung
1. Zum Abs. 2: Die Stammfassung lautete: "Die Übertretung ist an Geld bis zu 150 fl. zu bestrafen."
Die jetzt angedrohte Geldstrafe bis zu 25 Tagessätzen war gemäß Art. VI Strafrechtsanpassungsgesetz, BGBl. Nr. 422/1974, zu errechnen. Da Art. VI als Obergrenze einen Tagessatz für je 1.000 S der bisher angedrohten Geldstrafe vorsieht, war zunächst zu ermitteln, welche Geldstrafe vor Inkrafttreten des Strafrechtsanpassungsgesetzes angedroht war. Dabei war auf die Konvertierung der Gulden- in die Kronenwährung, sodann von der Kronen- in die Schillingwährung ebenso Bedacht zu nehmen, wie auf sämtliche Novellierungen des ursprünglichen Strafsatzes, deren rascheste Aufeinanderfolge in die Inflationszeit vor dem Schillingrechnungsgesetz 1924 fällt.
Als Rechtsquellen siehe daher:
a) Kaiserliche Verordnung vom 21.9.1899, betreffend das wirtschaftliche Verhältnis zu den Ländern der ungarischen Krone, die gänzliche Einlösung der Staatsnoten, die Einführung der
Kronenwährung als Landeswährung, die Verlängerung des Privilegiums der Österreichisch-ungarischen Bank und die Ordnung der Schuld von ursprünglich 80 Millionen Gulden; RGBl. Nr. 176/1899:
Dritter Teil (Einführung der Kronenwährung als Landeswährung), § 5;
b) Bundesgesetz vom 15. Dezember 1920 über die Erhöhung der Wertgrenzen und Geldstrafen in den Strafgesetzen (3. Strafgesetznovelle vom Jahre 1920), BGBl. Nr. 5/1921: Art. II;
c) Bundesgesetz vom 20. Dezember 1921 über die Erhöhung der Wertgrenzen und Geldstrafen in den Strafgesetzen (Strafgesetznovelle vom Jahre 1921), BGBl. Nr. 745/1921: Art. II;
d) Bundesgesetz vom 18. Juli 1922 über die Erhöhung der Wertgrenzen und Geldstrafen in den Strafgesetzen (Strafgesetznovelle vom Jahre 1922), BGBl. Nr. 533/1922: Art. II;
e) Bundesgesetz vom 6. Dezember 1922 über die Erhöhung der Wertgrenzen und Geldstrafen in den Strafgesetzen (II. Strafgesetznovelle vom Jahre 1922), BGBl. Nr. 881/1922:
Art. II;
f) Bundesgesetz vom 20. Dezember 1924 über die Einführung der Schillingrechnung, die Ausprägung von Goldmünzen und über andere das Währungswesen betreffende Bestimmungen (Schillingrechnungsgesetz), BGBl. Nr. 461/1924: §§ 2 und 6;
g) Bundesgesetz vom 27. Juli 1926 über die Erhöhung der Wertgrenzen und Geldstrafen in den Strafgesetzen (Strafgesetznovelle vom Jahre 1926), BGBl. Nr. 192/1926: Art. II;
h) Bundesgesetz vom 22. Oktober 1947 über die Erhöhung der Wertgrenzen und Geldstrafen in den Strafgesetzen (II. Strafgesetznovelle 1947), BGBl. Nr. 243/1947: Art. I;
i) Bundesgesetz vom 16. Juli 1952 über die Erhöhung der Wertgrenzen und Geldstrafen in den Strafgesetzen (II. Strafgesetznovelle 1952), BGBl. Nr. 160/1952: Art. II;
j) Bundesgesetz vom 4. Juli 1963 über die Erhöhung der Wertgrenzen und Geldstrafen in den Strafgesetzen (Strafgesetznovelle 1963), BGBl. Nr. 175/1963: Art. II;
k) Bundesgesetz vom 11. Juli 1974 über die Anpassung von Bundesgesetzen an das Strafgesetzbuch (Strafrechtsanpassungsgesetz), BGBl. Nr. 422/1974: Art. VI.
Aufgrund der zitierten Änderungen ergibt sich die nunmehr angedrohte Geldstrafe wie folgt:
1888 RGBl. Nr. 41/1888 fl 150
1899 RGBl. Nr. 176/1899 Kr 300
1921 BGBl. Nr. 5/1921 Kr 6.000
1921 BGBl. Nr. 745/1921 Kr 60.000
1922 BGBl. Nr. 533/1922 Kr 300.000
1922 BGBl. Nr. 881/1922 Kr 1.800.000
1924 BGBl. Nr. 461/1924 S 180
1926 BGBl. Nr. 192/1926 S 2.500
1947 BGBl. Nr. 243/1947 S 5.000
1952 BGBl. Nr. 160/1952 S 15.000
1963 BGBl. Nr. 175/1963 S 25.000
1974 BGBl. Nr. 422/1974 25 Tagessätze
Dieses Ergebnis führt zu einer etwas verzerrten Relation der nunmehrigen Strafdrohungen des § 1 einerseits und der §§ 2, 3 und 6 andererseits, weil in den letzteren Bestimmungen die Geldstrafen wahlweise mit Freiheitsstrafen angedroht sind und daher nur aufgrund der Bestimmung des Art. V Strafrechtsanpassungsgesetz umzurechnen waren. Eine verhältnismäßige Angleichung auch der Sanktion des § 1 würde aber eine im Bereich des Strafrechts unzulässige Analogie darstellen.